Deutscher Gewerkschaftsbund

04.12.2014

Was ich über den Mindestlohn wissen muss

DGB startet am 2. Januar 2015 eine Hotline

 

Der Mindestlohn  kommt und die „Staatsökonomen“ drehen durch: Laut Sachverständigenrat (SVR) trägt der Mindestlohn jetzt bereits dafür Verantwortung, dass die Konjunktur schwächelt. Wohlgemerkt: Der Mindestlohn wird erst im Januar 2015 eingeführt! Das empfand selbst die Bundeskanzlerin als Voodoo-Ökonomie und wies die Marktfetischisten unter den SVR-Ökonomen in ihre Schranken. Das war überfällig. Löhne sind auch Kaufkraft und kurbeln die Binnenkonjunktur mit an, eine Erkenntnis, die der SVR immer schon ignorierte. Doch wenn in der Region Berlin und Brandenburg nahezu jeder dritte Beschäftigte im Niedriglohnsektor arbeitet und künftig viele vom Mindestlohn profitieren, dann wird das auch der Wirtschaft Schubkraft verleihen. Das alte Denken der sog. Sachverständigen, die mit Sozialabbau und drastischer Austeritätspolitik eine Wirtschaftskrise bekämpfen wollen, führt nicht nur sozialpolitisch in die Sackgasse. Es zeigt auch auf, wie wenig die neoliberalen Ökonomen aus der Weltwirtschaftskrise 2008 gelernt haben: nichts.

 

Damit jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer sich ein Bild machen kann und Antworten auf Fragen wie „Gilt der Mindestlohn in allen Branchen und bekommen ihn auch die Rentner?“ bekommt, hat der DGB die Mindestlohnbroschüre veröffentlicht. Zudem schaltet der DGB eine Mindestlohn-Hotline vom 2. Januar 2015 bis zum 31. März 2015, die für Aufklärung sorgen soll. Auch das Bundesarbeitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet.

 

Broschüre zum Mindestlohn auf der DGB-Homepage: www.Berlin-Brandenburg.DGB.de


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