Deutscher Gewerkschaftsbund

10.03.2017

DGB unterstützte Proteste gegen AfD-Höcke in Jüterborg

 

Am Donnerstag, 9.März 2017, veranstaltete die Brandenburger AfD in Jüterbog im Hotel Bergschlösschen ein Bürgerforum, an dem auch Björn Höcke teilnahm.

Die DGB-Region Mark Brandenburg beteiligte sich am Friedensspaziergang in Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming) und unterstützte den Protest vieler Bürgerinnen und Bürger Jüterbogs und Umgebung gegen die rechtspopulistische Hetze des Björn Höcke, der zuletzt mit seinen rechten, geschichtsrevisionistischen Äußerungen zum Holocaust-Mahnmal in Berlin Schlagzeilen machte. 

DGB-Regionsgeschäftsführer
Frank Techen war es in Jüterbog gemeinsam mit Kollegen vor Ort wichtig, dass aktuellen populistischen Stimmungen und Stimmungsmachern wie Höcke und die AfD deutliche Signale entgegengesetzt werden, die klar machen, dass sich Höckes Weltbild und das seiner Partei AfD gegen die Menschen richtet. "Wir wollen und brauchen eine tolerante und offene, solidarische Gesellschaft! In Jüterbog und jedem anderen Ort im Lande. Aus Gründen der Humanität, aber auch, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. Denn nur in einem gemeinsamen, friedlichen und nicht nationalen Egoismen folgenden Europa können die Interessen der Menschen durchgesetzt werden - wie soziale Standards und ArbeitnehmerInnenrechte"  


Aufgerufen zum Friedensspaziergang hatte ein Bündnis aus SPD, die LINKE, dem Stadtverordneten Uwe Hüttner sowie Pfarrer Bernhard Gutsche aus Anlass des Besuches des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke in Jüterbog. Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn war Mitorganisator des Friedensrundgangs: „Wir möchten damit zeigen, Jüterbog ist eine weltoffene Stadt, die in ihrer langen Geschichte auch schon viel Leid gesehen hat. Die Stationen während des Friedensrundganges belegen eindrucksvoll die wechselvolle Geschichte der Stadt.“

Die Stationen waren: Weltkriegsdenkmal an der Nikolaikirche, Nikolaikirchgasse in Erinnerung an den 30-jährigen Krieg, Marktplatz/ Gedenkplatte am Rathaus für die im KZ Umgekommenen; Stolpersteine in der Mönchenstraße, die an jüdische Mitbürger erinnern,Denkmal für die Opfer des Faschismus in der Schillerstraße sowie das Franzosendenkmal am Galgenberg/Ecke Birkenweg. An den Stationen gingen Bürgerinnen und Bürger kurz auf die Bedeutung der Denkmale ein. Der Friedensrundgang hat daran erinnert, dass Geschichtsvergessenheit und -umdeutung sowie "Unsere Nation zuerst"-Rufe uns wieder in ein Zeitalter der Kriege auch in Mitteleuropa führen können.

Mit dem Friedensrundgang erinnern wir an die Geschichte und gedenken der Opfer. Diese Denkmäler sollen uns wieder als Mahnung gegenwärtig werden“, so Stohn abschließend.

Der Friedensrundgang war parteipolitisch unabhängig und alle waren willkommen, die sich für Frieden einsetzen wollen.


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