Deutscher Gewerkschaftsbund

04.11.2011

EGB-Demo am 17.09.2011 in Polen

Der Europäische Gewerkschaftsbund stellt fest, dass die Turbulenzen und Spekulationen auf den Finanzmärkten die wirtschaftliche und soziale Stabilität der Europäischen Union bedrohe. Deshalb erwarten die europäischen Gewerkschaften von den gewählten Politikerinnen und Politikern jetzt entschlossenes und solidarisches Handeln: Macht Schluss damit, dass Finanzmärkte und Rating-Agenturen die Politik bestimmen!


Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!
Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!

Im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft und der Tagung des Rates für Wirtschaft und Finanzen am 16./17. September in Wrocław/Breslau war es nötig, gemeinsam ein klares Signal an die Wirtschafts- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten zu senden. Die Gewerkschafter wollten den EU-Finanzministern ihre Forderungen übergeben, doch diese „Blutsauger sind vor uns wie die Ratten aus dem Schiff geflüchtet“, sagte der Vorsitzende der polnischen Gewerkschaft „Solidarność“, Piotr Duda. Der Kampf gegen die Krise dürfe nicht auf dem Rücken der ArbeitnerInnen ausgetragen werden. Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!

 

Im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft und der Tagung des Rates für Wirtschaft und Finanzen am 16./17. September in Wrocław/Breslau war es nötig, gemeinsam ein klares Signal an die Wirtschafts- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten zu senden. Die Gewerkschafter wollten den EU-Finanzministern ihre Forderungen übergeben, doch diese „Blutsauger sind vor uns wie die Ratten aus dem Schiff geflüchtet“, sagte der Vorsitzende der polnischen Gewerkschaft „Solidarność“, Piotr Duda. Der Kampf gegen die Krise dürfe nicht auf dem Rücken der ArbeitnerInnen ausgetragen werden. Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!

Wir wenden uns gegen:

  • das Diktat der Finanzmärkte und der Ratingagenturen unsoziale Sparmaßnahmen mit drastischen Lohnkürzungen und Sozialabbau
  • Eingriffe in nationale Tarifsysteme
  • die Schwächung des sozialen Dialogs in den Mitgliedstaaten
  • Deregulierung von Arbeitsstandards
  • Prekarisierung und Arbeitslosigkeit
  • wachsende Einkommensunterschiede und soziale Spaltung
  • Rentenkürzungen und Eingriffe in die nationalen Rentensysteme

Wir fordern:

  • den Finanzmarkt umfassend zu regulieren, Spekulationen einzudämmen und Eurobonds einzuführen
  • die Kontrolle der Ratingagenturen und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
  • Wahrung der Tarifautonomie
  • leistungsfähige soziale Sicherungssysteme, um sozialen Zusammenhalt und Solidarität zu garantieren
  • gute und sichere Arbeitsplätze – gerade auch für junge Menschen
  • die bessere Nutzung bestehender europäischer Fördermittel für Investitionen
  • eine nachhaltige Industriepolitik
Für europäische Solidarität, für die Stärkung des europäischen Sozialmodells und für ein nachhaltiges Wachstum!

 


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