Deutscher Gewerkschaftsbund

04.10.2017
Internationaler Gewerkschaftsbund

Oranienburg, Potsdam,... und die Welt für Lohnerhöhung

Motto: Die Welt braucht eine Lohnerhöhung!

In diesem Jahr fand der Welttag für menschenwürdige Arbeit (WFMA) am 7. Oktober bereits zum zehnten Mal statt. Millionen Menschen nehmen seit 2008 aus diesem Anlass an Veranstaltungen teil, und auch in diesem Jahr ist dies ein Tag, an dem überall auf der Welt mobilgemacht wurde. An diesem Tag traten alle Gewerkschaften weltweit für menschenwürdige Arbeit ein. Menschenwürdige, gute Arbeit muss im Mittelpunkt staatlicher Maßnahmen stehen, die darauf abzielen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und eine neue globale Wirtschaft aufzubauen, bei der die Menschen im Vordergrund stehen.

 

Logo WTMA 2017

Bild © IGB/ITUC

In diesem Jahr lag der globale Fokus auf den weltweiten Bemühungen um existenzsichernde Mindestlöhne und eine Lohnerhöhung für alle erwerbstätigen Menschen. Die Regierungen sollten der Forderung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach menschenwürdigen Löhnen, gefahrenfreien und sicheren Arbeitsplätzen und einem Ende profitgieriger Konzerne, die die Regeln der Wirtschaft festlegen, nachkommen. Es muss daher dafür gesorgt werden, dass die Mindestlöhne für einen menschenwürdigen Lebensstandard ausreichen und dass alle Beschäftigten das Recht auf einen Gewerkschaftsbeitritt und auf Tarifverhandlungen haben.

 

 

AKTIONEN IN WESTBRANDENBURG

 

ORANIENBURG
In der Kreisstadt luden am Vortag (6.10.) der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Oberhavel, Hans-Joachim Schumann, mit dem Westbrandenburger DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Techen und der Vorsitzenden des Arbeitslosenverbandes HORIZONT, Viola Knerndel, auf dem Vereinsgelände um 11:55 Uhr zur 5-vor-12-Armutsspeisung ein um mit Gästen zum Thema atypische und prekäre Beschäftigung als Ursache für Armut zu diskutieren.
Besonders von Armut Betroffene konnten in Gesprächen mit Politikern - u.a. mit dem Bürgermeister, Landtags- und Kreistagsabgeordneten sowie Gewerkschaftern ihre Forderungen benennen. Dazu wurde eine symbolische Mauer (aus Pappkartons) errichtet, die zum Aufschreiben dieser Erwartungen genutzt wurde. DGB-Regionschef Techen kam nach den Gesprächen mit betroffenen Menschen zu dem Schluß, dass die Biografien eindeutig die Position des DGB und seiner Gewerkschaften stützt, "dass geringe Renten trotz langem Arbeiten, persönliche und unverschuldete Schicksalsschläge und lange Arbeitslosigkeit trotz guter, langjähriger Arbeit in Unternehmen - nach Betriebsinsolvenzen - wegen schlechter Bezahlung in die Armut führen und diese unhaltbaren Zustände im Lande nach dringendem politischem Handeln schreien". Techen meinte auch mit Blick Richtung Kreistag, dass es wohl möglich sein müsse, die bisher ehrenamtlich geleistete Beratungsarbeit für von Armut bedrohten oder betroffenen Menschen auf fest bezahlte Füße zu stellen!

 

DGB-KV Vorsitzender Schumann

Bild © DGB Westbrandenburg

Forderungen an Politik

Bild © DGB Westbrandenburg

 

BAD BELZIG
Die in der Kreisstadt Bad Belzig avisierte Verteileraktion am Bahnhof am frühen Freitagmorgen wurde wegen der Folgen des Unwettersturms am Vorabend verschoben. Die KollegInnen des DGB-Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark meinten, "dass die gute Vorbereitung nicht umsonst war, da die Probleme und Forderungen nach guter Arbeit und armutsfesten Löhnen auch nach dem offiziellen Welttag weiter bestehen".

 

LANDESHAUPTSTADT POTSDAM
Im Stadtteil Drewitz der Landeshauptstadt Potsdam kamen zum Welttag für menschenwürdige Arbeit am Samstag, 7.10., DGB-Regionsgeschäftsführer Techen und Kollegin Nancy Faupel aus der DGB-Geschäftsstelle Potsdam mit jungen GewerkschafterInnen zusammen, um dort vor einem Einkaufszentrum ebenfalls mit Informationen bei einer Verteilaktion auf den Welttag aufmerksam machten und dabei auch die Rentenkampagne des DGB noch einmal in den Fokus stellten.

Verteilaktion P-Drewitz

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion P-Drewitz

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion P-Drewitz

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion P-Drewitz

Bild © DGB Westbrandenburg

 

Auf dem Luisenplatz in Potsdams Stadtzentrum begleitete Gewerkschaftssekretär Reinhard Porazik von der DGB-Region eine Aktion von GewerkschafterInnen der IG Bauen-Agrar-Umwelt, die auf dem Weg zum Gewerkschaftskongress nach Berlin einen Zwischenstopp in der Landeshauptstadt einlegten, um auf Forderungen nach Guter Arbeit, armutsfesten Renten und ordentliche Bezahlung aufmerksam machten.

 

 

BRANDENBURG AN DER HAVEL
In der Stadt Brandenburg gab es am Montagvormittag, 9.10., auf dem Neustädtischen Markt ebenfalls eine Verteil- und Informationsaktion, die von den Kolleginnen und Kollegen des dortigen DGB-Stadtverbandes organisiert wurde. Die Vorsitzende des Stadtverbandes, Monika Beutel, und ihre Mitstreiterinnen machten auf dem belebten Platz auf Armut als Folge prekärer Beschäftigung aufmerksam. Auch der Regionsverantwortliche des DGB, Frank Techen, kam aus Potsdam vorbei und dankte den KollegInnen für ihr Engagement.

 

Verteilaktion in BRB

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion in BRB

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion in BRB

Bild © DGB Westbrandenburg

Verteilaktion in BRB

Bild © DGB Westbrandenburg

 

DIE WELT BRAUCHT EINE LOHNERHÖHUNG !

Logo IGB

Bild © IGB/ITUC

Unter diesem Motto stand der Welttag für menschenwürdige Arbeit 2017 des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB/ITUC), dem auch der DGB angehört. Im Vorfeld hatte der ITUC eine weltweite Umfrage gestartet, deren Ergebnisse deutlich sind: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit sind sich trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern einig:

STOPP DER PROFITGIER!

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