Deutscher Gewerkschaftsbund

15.05.2017
Veranstaltung des DGB-Kreisverbandes in Luckenwalde

DGB Teltow-Fläming diskutierte zu Kreisreform

Am 11.Mai 2017 lud der DGB Teltow-Fläming zur Diskussion mit dem Fachreferenten Matthias Schlenzka vom DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg ins Kreishaus nach Luckenwalde ein. Denn die Meinungen zur geplanten Kreis- und Funktionalreform prallen nach wie vor aufeinander.

Auch wenn die Luft zu diesem Thema nach der kürzlichen Ankündigung der Landesregierung, den Landkreis TELTOW-FLÄMING nicht mit dem Nachbarkreis zu fusionieren, etwas raus zu sein scheint, war es den Kollegen des DGB-Kreisverbandes wichtig, an der lange geplanten Veranstaltung festzuhalten. Richtig, wie sich herausstellte. Denn Diskussionsbedarf gab es dennoch bei den rund 15 TeilnehmerInnen.

 

 

DGB Veranstaltung zur Kreisreform

Bild © DGB/FTechen

Matthias Schlenzka, beim DGB zuständig für Öffentliche Dienste und Beamte in Berlin und Brandenburg, erläuterte die Hintergründe und den Verlauf der Debatten zur Verwaltungsstrukturreform in Brandenburg, die auch eine Kreisgebietsreform (Zusammenschluss von Landkreisen / kreisfreien Städten)  und eine Funktionalreform (Übertragung von Aufgaben des Landes an Kommunen) beinhaltet.

 

 

DGB-Diskussion zu Kreisreform

Bild © DGB/MSchlenzka

Auch wenn geplante die Übertragung von Aufgaben des Landesamtes für Soziales und Versorgung auf einen Kommunalen Sozialverband sowie die Fusionierung zumindest einiger Kreise wie TELTOW-FLÄMING vom Tisch ist, so gibt es im Bereich der Forsten weiter Kritik, wie von einer Kollegin angemerkt wurde, da die gut funktionierenden Landesstrukturen zerschlagen werden. Schlenzka verwies mit Blick auf das Einlenken der Landesregierung bei vielen Kritikpunkten gegenüber der Reform auf das fachliche Engagement der Gewerkschaften hin, die mit ihren kritischen und sachlichen Stellungnahmen gegenüber dem Land deren Kurskorrektur mit bewirkt haben, wie das Innen- und das Finanzministerium in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 11.April 2017 mitteilten.

 

 

DGB Teltow-Fläming zu Kreisreform in Brandenburg

Matthias Schlenzka vom DGB Berlin-Brandenburg Bild © DGB/FTechen

Was die Lösung der aktuellen Probleme im Land angeht, so sind laut Schlenzka demografischer Wandel und Fachkräftesicherung - um nur einige zu nennen - nicht vom industriepolitischen Thema VERKEHR zu trennen. Gerade hier muss angesetzt werden, um der vor allem aus Berlin heraus wachsenden Bevölkerungszahl, die vor 5 Jahren in dieser Dimension sicher nicht abzusehen war, mit einem verkehrspoltischen Handlungskonzept zu begegnen. In ländlichen Regionen Kitas und Schulen zu schließen führe immer zu Dominoeffekten mit Abwanderungen und Einstellung von Verkehrsleistungen, sagte DGB-Experte, was die Anwesenden mit ihren Erfahrungen vor Ort teilten. Jetzt müsse das Land, da auch Berlin-fernere Gebiete wie bspw. der südliche Teil TELTOW-FLÄMINGS mit Bevölkerungszuwächsen rechnen - den umgekehrten Weg gehen. Hoffentlich mit Dominoeffekt...

 

 

Der DGB-Kreisverband DGB Teltow-Fläming bedankt sich beim Referenten Matthias Schlenzka vom DGB Berlin-Brandneburg für seine Ausführungen sowie bei den MitarbeiterInnen der Kreisverwaltung in Luckenwalde für die freundliche und unkomplizierte Unterstützung der Veranstaltung.

 


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